HCMC - SAIGON !!

Ho Chi Minh City - das für uns kleine Vegas. Alles blinkt,leuchtet in grellen Farben, tausende Menschen auf einen Haufen, noch mehr Motorbikes, einfach wie die Vietnamesen selbst sagen: Saigon is busy ! Wir wurden vom Flughafen von einem Taxi in das Backpackerviertel gebracht, in der wir unser Hostel bezogen. Das Hostel war relativ neu und hatte (lt. Aussage der Angestellten) wohl erst einen Monat geöffnet. Das Backpackerviertel kann man nicht wirklich beschreiben… Überall sind Bars, Massgesalons, Tattoostudios, Restaurants und viele Touristen. Rooftop-Bars und Discotheken an allen Ecken und Enden. Wir kamen gegen 20.00 Uhr an und konnten an diesem Abend nicht mehr viel machen, außer durch das Backpackerviertel schlendern und gemütlich etwas Essen. Die Preise hier sind der HAMMER (Hammer Yeah) - ca. 2 Euro muss man hier für ein Reisgericht mit Rindfleisch, Schweinefleisch, oder Hühnchen rechnen. Das Bier 0,3 kostet hier in der "Happy-Hour" 10.000 Dong - entspricht in etwa 0,37€. Am nächsten morgen sind wir dann ein wenig zu Fuß durch die Stadt gelaufen, da wir das Frühstück verpasst hatten, haben wir bei einem Starbucks gefrühstückt (verhältnismäßig sehr teuer, ca. gleich Preise wie in Deutschland). Der Weg führte uns durch die noblen Ecken der Stadt sowie durch die kleineren ärmeren Passagen der Stadt. Unser Ziel - Ein Outlet-Store von Adidas … hier sollte es Kleidung und Schuhe zu einem fünftel des regulären Preises geben. Leider war dem nicht so, sodass wir uns ein neues Ziel suchten. Dieses war das Kriegsmuseum, zwar schon als Ziel eingeplant, aber nicht so früh. Als wir bei dem Kriegsmuseum ankamen, staunten wir nicht schlecht, viele amerikanische und russische Panzer, Flugzeuge und andere Kriegsmaschinen wurden dort in einem echt guten Zustand ausgestellt ( wer sich mit dem Thema Vietnamkrieg auseinandergesetzt hat, wird wissen, dass die Nord-Vietnamesen damals von der SU und China unterstützt wurden und keine eigenen Panzer hatten). Hier weiter auf das Thema Vietnamkrieg einzugehen würde vermutlich den Rahmen sprengen. Die Amerikaner haben sich hier sicherlich nicht mit Ruhm bekleckert und haben bisher kaum - garnicht für Ihre Kriegsschuld gezahlt (man bedenke wielange Deutschland zahlte und heute noch zahlt). Das "krasseste", was wir hier sehen konnten, waren sicherlich die Föten der missgebildeten Babys, die hier in gläsernen Kästen ausgestellt wurden. Die Verstümmelung der Menschen durch den Einsatz von "agent orange" sowie der Napalmattacken verschlagen einem förmlich die Sprache. Nach dem Kriegsmuseum gingen wir weiter ziellos durch die Stadt und haben u.a. dem Banh Tahm Market besucht. Dieses ist der (für alle Bad Oeynhausener) "Tiwa" der Kleidung, des Schmucks und der Elektronik. Hier bekam man einfach alles. Später ging es zurück in das Backpackerviertel, hier konnte man einfach zu sehr guten Preisen - sehr gut Speisen. Für den nächsten Tag hatten wir dann die Cu Chi Tunnel geplant. Wir wurden morgens früh um 7:30 an unserem Hotel abgeholt und dann ging es mit einem Bus in das 2 Stunden entfernte Cu-Chi-Gebiet. Zwischendurch machte der Bus noch eine Pause an einer Einrichtung ähnlich einer deutschen Behindertenwerkstatt, jedoch für Menschen mit Folgeschäden des "agent orange - Einsatzes". Hier konnte man sehen, wie die Menschen leben und selbstgebaute Souvenirs kaufen ( hat etwas von einem Pauschalurlaub in der Türkei, in dem man eine Lederfabrik besucht, allerdings hatte dieser Stopp einen doch recht "guten Zweck"). Nach 20 min. ging die Fahrt weiter. Als wir bei den Tunneln ankamen, führte unser Guide uns in einen der "Räume" die früher für die Waffensammlung genutzt wurde, in dem wir einen kleinen Propagandafilm sahen, der das böse Treiben der Amerikaner zeigte, sowie das "kluge" Handeln der Vietnamesen. Nach dem Film ging es nun zu den Tunneln. Zwischendurch wurden uns auf dem weg dorthin Fallen gezeigt, die früher von den Vietnamesen gebaut wurden, um die Amerikaner aufzuhalten.Danach ging es zu unserem persönlichen Highlight des Tages. Man konnte (wenn man mochte) mit einem Gewehr welches im Krieg eingesetzt wurde auf dem Schießstand "rumballern". Unter anderem konnte man hier mit einer M-16, M-30, oder AK-47 ein bisschen schießen. Wir entschlossen uns für das M-16 und hatten eine Menge spaß. Das Tunnelsystem ist "atemraubend" - Es gibt hier 3 Etagen. Die erste Etage hat eine Breite von 1,20m und ist 80cm Hoch und liegt ca. 3 - 4 Meter unter dem Boden. Die zweite Etage ist ca. 6m unter dem Boden und 90cm breit und 70cm Hoch. Die dritte Etage ist 10m unter der Erde und nur noch 50cm Hoch und 70cm Breit. Die erste Etage wurde extra für den Tourismus verbreitert, allerdings war es hier schon so eng, dass wir nur eine Station schafften. Man konnte (wie damals die Scharfschützen im Krieg) etwa alle 10m aus den Tunnelsystem hinaus an die Oberfläche. Wir haben bewusst "atemraubend" geschrieben, weil es schon in der ersten Etage extrem stickig war. Nachdem die Tunnel besichtigt waren, ging es direkt wieder zurück zum Hotel. Wir verbrachten den Abend mit einem Spaziergang durch die Stadt, einem kleinen Essen und etwas durch die Passagen zu bummeln. Am nächsten morgen haben wir dann endlich mal ausgeschlafen und wurden um 14.00 Uhr zum Flughafen gebracht, denn nun ging es weiter nach Puh Quoc - viele sagten uns, die Insel sei ein "Paradies"…..

11.9.14 10:37

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