Phang-Nha-Ke-Bang-Nationalpark

Zunächst hielten wir ein kleines Nickerchen in unserem Zimmer, welches mit Klimaanlage, eigenem WC&eigener Dusche als sehr luxuriös in dem Ort gilt.
Am frühen Nachmittag radelten wir dann ins 10 km entfernte Phang-Nha und konnten schonmal ordentliches Nationalpark-Feeling spüren.
Man muss hierzu sagen, dass immer ein gewissen Gebiet als Nationalpark gilt, es ist nicht so, dass es einen "Eingang" bzw. einen "Ausgang" gibt, sodass wir mit unsere Unterkunft voll im Nationalpark lagen.
Die Atmosphäre war gigantisch, um uns herum Reisfelder und Dschungel, die einzige Straße war der Highway Victory 20,sonst nur unbefestigte Straßen&Co. Den ersten Tag genossen wir also in aller Ruhe und nahmen die Atmosphäre auf.
Am Darauffolgenden machten wir die Tour, welche einen Tempel beinhaltete und 100000 Stops im Nationalpark bzw. auf dem Highway 20, was man sich auch hätte sparen können.
Das wirklich Interessante kam danach erst.
In dieser Gegend lassen sich viele Höhlen finden, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen. Wir(ca. 8 Personen) besichtigten die Paradies-Höhle und die dark-cave. Beide Höhlen(bzw. generell die nicht Touri-Höhlen) werden nur vom Farmstay und von der Unterkunft Easy-Tiger angeboten, befindet sich man also als Touri in bspw. der nächsten Großstadt Hue, kann man sich nur die "Touri-Höhle" Phang-Nha-Cave anschauen.
-->Dieses hat uns keiner gesagt, wir haben es selbst bei der Weiterreise festgestellt,waren also wirklich froh, in Dong-Hoi einen Zwischenstop gemacht zu haben und somit direkt am Nationalpark gewesen zu sein!!
Nun gut, zuerst besichtigten wir die Paradies-Höhle: natürlich was ganz neues, riesengroß und beklemmend zugleich, warm und kalt gleichzeitig, langweilig und spannend--also, es echt cool gesehen zu haben, aber nicht das absolute Highlight. Nach einem kurzen Mittagessen, ging es zur sogenannten dark-cave.
Warum dark-cave? Zwei Gründe: die Höhle besteht aus komplett schwarzen Kalkstein und wir besichtigten sie im komplett dunklen. Die Besichtigung fing mit Zip-Line zum gegenüberliegenden Ufer an. Wir alle mit Schwimmweste&Helmlicht ausgestattet, schwammen wir in die Höhle. Schon merkwürdig in so eine Höhle zu schwimmen ,in so einem Fluss ,im Nationalpark, wo einem doch zwei Stunden vorher noch berichtet wurde, welche Tiere dort lebten(Schlangen&Skorpione&Co).Hier muss man auch sagen, dass sonst keiner in dem Fluss rumhüpfte oder irgendwo annähernd in der Gegend.
Tja, irgendwie auch egal, denkt man sich dann bzw. muss man sich!
Als wir in der Höhle dann das Ufer erreicht hatten, ging es weiter auf einen Weg zu Fuß in die dark-cave. Dieser Weg durch die Höhle lässt sich schwer beschreiben. Schon das Wort "Weg" ist Fehl am Platz. Hm….hm…Matsch,Stein,Berg,Sand,Body-Peeling,Durchfall-Gang,Glibberig,Rutschig,Eng,dunkel…irgendwie das alles zusammen beschreibt "diesen Weg", und ja ,dieser war wirklich nicht einfach.
Ich musste an die Beschreibung des Ausfluges denken:Fitness-level:Any,Age:Any…Also, beides trifft hier ganz deutlich nicht zu.
Wir kletterten irgendwie die schlammigen,matschigen und dunklen Berge hoch und rutschen auf der anderen Seite in eine riesen große Matschfütze, nur, dass man teilweise nicht wusste, wo man eigentlich wirklich landen wird. Man musste auch immer wieder aufpassen, da man teilweise recht tief nach unten wegsank (teilweise bis zur Hüfte) bzw. man plötzlich den Halt verlor. Am Ende der Höhle angekommen mussten wir uns natürlich alle mit Matsch beschmeißen, aber hey, wann kann man schonmal wieder so richtig Kind sein :D? Den ganzen Weg dann wieder zurück und zurück ins Flusswasser. Allerdings schwammen wir jetzt noch weiter in die Höhle herein und mussten unsere Lichter ausmachen, es sollte ja auch wirken. Aufgabe war es dann, im dunklen in einer Reihe zum Eingang/Ausgang zu schwimmen.Auch hier nicht dran denken, was sich so im Wasser befinden könnten.
Danach war noch Kajak-Fahren angesagt und Zip-Line ins Wasser.
Grandioser Abschluss!

Bei allen muss man sagen, dass unser Guide sehr gut Englisch gesprochen hat und uns wahnsinnig viel Info´s rund um den Nationalpark, die Höhlen und den Vietnamkrieg gab.
Allerdings sei auch erwähnt, dass die Tour mit 44 € p.P. recht teuer war, aber wir beiden sind uns sicher:wir würden es nicht missen wollen.
Wir waren hier unter uns und konnten ,bis zumindest heute ,einen seltenen besuchten Platz besichtigen.
--> Tough-Mudder Vorbereitung :D

Am Abend waren wir dann auch einfach nur völligst platt und überwältigt von den Eindrücken:Halllloooohooo,wer ist schonmal in eine dunkle Höhle geschwommen und dort quer durchgeklettert?…
Also gingen wir früh schlafen, da es am nächsten Tag auch früh nach Hoi-An weiterging.

6.9.14 18:58

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